In der Nacht fliegt die Seele weiter

Ein Film von Peter Jaeggi

Die blinde Basler Künstlerin Pina Dolce malt, stellt Videos her, fotografiert. Sie lässt sich auch gerne fotografieren und schreibt Gedichte. Pina Dolce sagt: Blind sein bedeutet nicht, nichts zu sehen. Ihre Bilder erzählen von einer sinnlichen Wahrnehmung der Welt, die auch Sehende ihren Blick hinterfragen lässt. Für die Entstehung ihrer bisher grössten Arbeit hat Pina Dolce viel investiert. «In der Nacht fliegt die Seele weiter» heisst das grosse Bild. Es zeigt eine Weltallperspektive, die gleichzeitig für die künstlerische Vision ihrer Schöpferin steht: Die Dunkelheit als ein geschützter Raum. Die Möglichkeit, darin etwas Neues zu sehen. Pina Dolce ist aber auch Ehefrau und Mutter. Und so sehr sie ihr Leben als kreative Herausforderung versteht: dass sie ihren eigenen Sohn Viviano nie sehen konnte, bricht ihr das Herz.

«Malen eine Brücke zwischen mir und dem Leben. Es ist eine Berufung, ein Dienst an der Liebe.» Pina Dolce

Mediendossier

Filmstills

Dokumentarfilm, DCP, 52min, 2013 mit  Pina Dolce, Urs Hodel und Viviano Regie: Peter Jaeggi Kamera: Daniel Leippert, Pierre Reischer Ton: Olivier JeanRichard Montage: Fränze Aerni Musik: Ben Jeger Produzent: Pedro Haldemann Aufnahmeleitung: Franziska Trefzer Ausstattung: Madeleine Lehmann Dramaturgische Beratung: Paul Riniker Festivals: Int. Film Festival on Disability 2017, Cannes  (Official Selection 2017) Solothurner Filmtage 2014, Biberacher Filmfestspiele 2014