Peter K.
Alleine gegen den Staat
Ein Film von Laurent Wyss
Spielfilm, CinemaScope, 75 Min, Release 2020
Buch und Regie: Laurent Wyss
Cast:
Peter K: Manfred Liechti
Tante Susi: Sibylle Brunner
Richter Markus Graf: Hanspeter Bader
Prof. Dr. A. Ernst: Stefanie Günther Pizarro
Kriminalpolizist Gruber: Thomas Loosli
Kamera: Daniel Leippert
Focus Puller: Jean Christophe Dupasquier, Mirco Rihs
Ton: Olivier JeanRichard / Patrick Fluri
Licht: Hanspeter Wieland Silas Thommen, Eric Walther, Pierre Reischer
Regieassistenz: Sandra Reichenwallner
Aufnahmeleitung: Julia Leu
Kostüme Design: Manon Kündig, Heidi Gruber
Garderobe: Heidi Gruber
Maske: Ernst Lüthi
Location Manager: Julien Grindat
DIT: Patrick Fluri
Special Effects: Micha Hurni
Musik: sonderfilmmusic Sandra Stadler, Bänz Isler
Schnitt: Micha Hurni
Grading: RecTv
Mischung: Peter von Siebenthal
Koproduzent: Badlandfilms Bienne, Julien Grindat, Patrick Fluri
Produzent: Pedro Haldemann
Verleih: Aardvark Filmemporium Mark Pasquesi
Nach dem Tod seiner Mutter droht Peter Kneubühl die Zwangsräumung aus dem Haus, in dem er sie gepflegt hat. Er kämpft um sein Heim, um es vor seiner Schwester, der Stadtverwaltung und schließlich der bewaffneten Polizei zu verteidigen. Seine Verschwörungstheorien und Schriften entwickeln sich zu einer gewalttätigen Realität und machen ihn zu einer abtrünnigen Berühmtheit. Seine wachsende Angst und Einsamkeit bringen Albträume aus der Kindheit hervor, während die Gerichtsverhandlung eine dunkle Familienvergangenheit offenbart. Peter K.s Kämpfe mit dem Staat zwingen ihn, sich seinem furchterregendsten und unberechenbarsten Gegner zu stellen: sich selbst.
STATEMENT DER REGIE
Noch während Peter Hans Kneubühl im September 2010 auf der Flucht war, wollte ich wissen, wer dieser Mann war, der so weit ging, um sein Haus zu verteidigen. Ich begann, diese Geschichte bis ins kleinste Detail zu recherchieren – die Presseberichterstattung, die Reaktionen der Öffentlichkeit, die Gerichtsprotokolle und seine Schriften. Im Laufe dieser Recherchen wurde mir klar, dass die Psyche dieses vermeintlich „geisteskranken“ Mannes im Mittelpunkt meiner Geschichte stehen würde. Als ich ihn interviewte, empfand ich Peter Hans Kneubühl als den einsamsten Mann, den ich je getroffen habe, von seiner Jugend gezeichnet. Doch er war auch intelligent und scharfsinnig, frustriert über den Erbstreit und den Verlust des Hauses, in dem er seine Mutter gepflegt hatte. Der Mangel an sozialer und rechtlicher Unterstützung schien angesichts der offensichtlichen Ohnmacht von Peter K. ungeheuerlich. Seine von Angst erfüllten Schilderungen wurden aufgrund der Unflexibilität und des mangelnden Mitgefühls unseres Systems zur Realität.
Ich habe seine Schriften, die Presseberichte und Gerichtsprotokolle verwendet, um den subjektiven Erzählstil des Films zu entwickeln, der uns Peters verengte Sichtweise mitfühlen und erleben lässt, wie seine Welt zusammenbricht.
Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass Erbschaftsfälle und familiäre Rechtsstreitigkeiten regelmäßig außer Kontrolle geraten. Im Falle von Peter K. führte seine Unfähigkeit mit seiner Schwester zu kommunizieren oder einen Anwalt einzuschalten zu seinen frustrierten, gewalttätigen Vorbereitungen und Handlungen. Diese verdächtigen Handlungen erregten das Misstrauen der örtlichen Behörden, die sich in der Folge eher für aggressive als für unterstützende oder versöhnliche Massnahmen entschieden. Der Kreislauf eskalierte und bestätigte Peters Glaube an den repressiven Überwachungsstaat, und der Regierungs Glaube an Peters krankhaft antisoziale Geisteskrankheit. Diese starren Positionen verhinderten jegliche Kommunikation und ließen Peters jahrelange, mitfühlende Fürsorge für seine Mutter und die potentiellen Hilfsdienste der Stadt außer Acht. Das Ziel, dem öffentlichen und privaten Wohl zu dienen, wurde von beiden Parteien vergessen und die primitivste Interpretation der öffentlichen Ordnung gewann. Die moderne Tragödie des isolierten Menschen in einem isolierenden Land.
Presse-Materialen / Matériel pour la presse et autres
Pressemappe
„Grandios gespielt von A bis Z“ / „Une interprétation grandiose“ SRF Kultur
„Richtig gut und richtig beklemmend.“ BKA
„Wyss hat ein atmosphärisches Netz gewoben, das trägt.“ Bieler Tagblatt
„Finstere Figuren sind die spannendsten zum Spielen“ Liechti im Regionaljournal SRF
“Une chasse à l’homme haletante” TV découverte
“Le délire de Peter K. est un miroir au délire sécuritaire et aussi administratif du système.“ „L’acteur qui incarne Peter K. est fabuleux.” Les Beaux Parleurs RTS
“On ne prend ni partie, ni on juge Peter K. Dans ce film, c’est un exercice d’équilibrisme très fort.” Médialogue, RTS
„Peter K., un protagoniste absolument fait pour le cinéma. Le Quotidien Jurassien, 01.02.2023
Schweiz: Solothurner Filmtage 2023 / BeMovie Film Festival 2023 (Berner Filmpreis, bester Film) / Schweizer Filmpreis 2023 (Manfred Liechti, bester Schauspieler) / Delémont-Hollywood (Prix Opale)
Deutschland: Munich Film Awards 2023 (Best soundtrack for Sandra Stadler & Bänz Isler) / Internationale Hofer Filmtage 2023
USA: New York International Film Award 2023 (Best Soundtrack for Sandra Stadler & Bänz Isler)
Japan: Tokyo Cinema Awards 2023 (Best narrative feature)
„Der Schauspieler Manfred Liechti liefert als “Amok-Rentner” eine hervorragende Leistung. Kneubühl erscheint in Wyss’ Werk alles andere als durchtrieben. Von nagender Angst und tiefem Misstrauen gegenüber den Behörden getrieben, ist er zu allem bereit.“ Tessiner Zeitung 24.2.2023
FCH
„Quand je suis tombé sur ses journaux intimes, un nouveau monde s’est ouvert à moi. J’ai eu envie de plonger le spectateur dans le cerveau du criminel le plus connu de Suisse.“ Entretien avec Laurent Wyss, GRRIF 6.2.2023
„Un homme en totale perte de vitesse avec son époque „ Daily Movies 8.2.2023
„Habité par son personnage, Manfred Liechti nous fait ressentir les émotions, les contradictions et les obsessions de cet homme anarchiste et méfiant qui défie l’autorité.“ La Liberté 7.2.2023
„Laurent Wyss livre un décryptage pertinent“, Le Courrier 9.2.2023
„Les événements qui ont conduit à l’extraordinaire chasse à l’homme à Bienne de 2010, du point de vue du pourchassé“, j:mag 9.2.2023
La Cafète sur Radio FR 6.2.2023
„J’ai trouvé le film assez fascinant. Il y a une vraie volonté d’efficacité. On est dans une forme de thriller paranoïaque qui peut être assez puissant. J’aime bien aussi le début parce qu’on suit de l’intérieur la paranoïa de cet homme qu’on voit obsédé à l’idée d’un état policier dès qu’il voit une caméra de surveillance, et il a l’impression qu’on lui veut du mal. Cette intériorité me fascine“ souligne pour sa part Rafael Wolf, spécialiste cinéma de la RTS. RTS, divers, 2023
„Peter K, seul contre lʹEtat“, film coup de poing sur le forcené de Bienne, Médialogues 7.2.2023
RTS Le Grand Soir, 6.2.2023
L’invité – Laurent Wyss, réalisateur, Les Beaux Parleurs, La 1ère 29.01.23
„Est-ce qu’on est pas dans un système paranoïaque, en plaçant des caméra partout?“ “Une personne qui a visiblement des troubles psychologiques et la machine tourne et avance avec une brutalité énorme.” “Le délire de Peter K. est un miroir au délire sécuritaire et aussi administratif du système.” (Gabriel Bender, sociologue) “L’acteur que vous avez choisi pour incarner Peter K. est fabuleux.” „On arrive totalement à comprendre la folie et l’intelligence de ce personnage“ Marie Fourquet, scénariste
Médialogue, 30.1.23
“on ne prend ni partie, ni on juge Peter K. Dans ce film, c’est un exercice d’équilibrisme très fort.” “On sent que c’est un homme qui avait ses obsessions, mais c’est un être humain.”
Un film sur Peter K. débarque dans les salles romandes, RTN 29.1.23
«Peter K., c’est un nom romand!», Le matin 29.1.23
Le public francophone répondra-t-il présent? «C’est mon espoir, avec l’histoire universelle d’un citoyen lambda qui défend ses libertés contre la bureaucratie», répond le réalisateur. «La vente forcée d’une maison héritée, c’est assez fréquent…»
„Peter K., un protagoniste absolument fait pour le cinéma.“, Le Quotidien Jurassien, 01.02.2023
„Une chasse à l’homme haltetante“, TV découverte, nov 2022
L’invité du 12h30, RTS (15.09.2022)
Le forcené Peter K. passe au cinéma, Le Matin (11.09.2022)
Dans la tête du forcené, Journal du Jura (14.09.22)
DCH
„Finstere Figuren sind die spannendsten zum Spielen“, Liechti im Regionaljournal SRF, 20.11.2022
„Grandios gespielt von A bis Z“, SRF Kultur, 10.11.2022
„Liechti ist gleichzeitig vibrierendes Zentrum und ruhender Pol des Films.“, SDA Raphael Amstutz, südostschweiz.ch, 10.11.22
„Ein Fall für den Film“, BKA, 10.11.2022
Tagesschau 12.11.22
„Der Wahn steht ihm ins Gesicht geschrieben.“Tagesanzeiger, Interview Laurent Wyss, 10.11.22
„Peter Hans Kneubühl, gefangen in seiner Welt“, Blick 6.11.22
«Im Gefängnis lebe ich besser als in manchem Altersheim», Video-Interview mit Peter Kneubühl, Andreas Maurer, Ch-Media 5.11.22
„Wyss hat ein atmosphärisches Netz gewoben, das trägt.“, Bieler Tagblatt 5.11.22
«Amok-Rentner» Peter Hans Kneubühl (79) kommt als Film ins Kino, Blick (16.09.2022)
Fall von Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl wurde verfilmt, Telebaern 19.09.22
Bluewin/Keystone, sept 22
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